Horsemanship

In den letzten Jahrzehnten hat sich auch in Deutschland eine aus den USA stammende Trainingsform namens Natural Horsemanship etabliert, welche uns Menschen den respektvollen und fairen Umgang mit dem Pferd lehrt.

Durch die Beobachtung des Herdenverhaltens der Tiere und die Adaption dieser „Pferdesprache“ auf menschliche Mimik und Gestik lässt sich eine Kommunikationsbasis erarbeiten, die auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt beruht.

Um eine Partnerschaft auf Augenhöhe zu erreichen,  sollte man sich stets folgende Fragen stellen:

  • Versuche ich, den Standpunkt meines Pferdes zu verstehen?
  • Offeriere ich dem Pferd eine Idee, erlaube ihm aber zu entscheiden, es zu tun?
  • Nehme ich mir die Zeit, die es braucht?

Generell verstehe ich unter Horsemanship nicht, sich raubtierhaft als ranghöheres Tier zu behaupten, wie es beispielsweise beim Join Up von Monty Roberts der Fall ist. Auch das recht technisch orientierte Abfragen der „Seven Games“ nach Parelli lehne  Es geht vielmehr darum dem Pferd Sicherheit in einem partnerschaftlichen Verhältnis sowie größtmöglichen Komfort zu bieten und sich damit als „sanfter Führer“ zu etablieren, wie es  Mark Rashid bezeichnet hat.

 

Herbst 2018 auf Pedro im Galopp, nur mit Knotenhalfter

Dies geht nur auf der Basis von Respekt und Vertrauen, denn Pferde sind natürliche „Folger“ und suchen natürliche Anführer. Wir müssen also zu jenem Typ Menschen werden, bei dem sich Pferde gerne aufhalten und dem sie gerne folgen. Hierzu ist es besonders wichtig, dass man sich dem Pferd gegenüber stets eindeutig, konstant und fair verhält.

Im August 2020 habe ich erstmals einen Humanship-Kurs bei Philipp Seifert besucht und dadurch einen Einblick in die Arbeit des neuseeländischen Horseman Ian Benson erhalten. In den kommenden Monaten werde ich weitere Kurse in dieser Richtung besuchen und meine Arbeitsweise noch verständlicher für die Pferde zu gestalten. Seid gespannt, ich bin es auch!